DeutschNederlands

 

Libeskind Militärhistorisches Museum Dresden Führung19.12.2011

Probleme mit dem Militärhistorischen Museum in Dresden

Anfang Dezember berichteten die Lokalzeitungen SZ und DNN von Baumängeln im neu eröffneten Militärhistorischen Museum in Dresden. Ein Hauptproblem des Hauses scheint allerdings die Besucherfreundlichkeit zu sein. Viele Besucher verirren sich im Labyrinth dunkler Vitrinengänge, die kaum beschriftet sind und eine chronologische Abfolge nur mühevoll andeuten. Wer versucht, eine Führung zu buchen oder sich über Öffnungszeiten zu informieren, muß viel Geduld haben. Das Telefon des Museums ist kaum besetzt, es gibt keine Warteschleife oder eine Möglichkeit, eine Nachricht auf Band zu hinterlassen. Kontakt über E-Mail herzustellen, ist keine wirkliche Alternative. Zunächst einmal gibt es keine E-Mail-Adresse auf der Webseite, man muß ein eigenes Programm aktivieren und einen speziellen Code eingeben, um den Kontakt herzustellen. Was allerdings nicht bedeutet, daß man eine Antwort erhält. Wer sich über die Webseite informieren möchte, sieht sich ebenfalls enttäuscht. Dort finden sich kaum konkrete Angaben. Der Eintritt ist frei „bis Anfang 2012“, heißt es. Doch wie lange genau? Bis Ende Januar? Bis Februar? Die Führungen sind kostenlos „bis Ende 2011“: also bis zum 31.12.? Auf schriftliche Nachfrage heißt es lapidar, die Preise für 2012 würden noch nicht feststehen: und dies am 19.12.2011. Planungssicherheit für Museumsbesucher ist so nicht möglich. Auch die bereits in den Medien besprochene Ausstellung über Stalingrad wird nur mit vagen Informationen beschrieben, ohne Angaben zum Beispiel, wann sie beginnt und endet. Manchmal hat man den Eindruck, es nicht mit einem öffentlichen Museum zu tun haben, sondern mit einer Behörde, die sich so offen und zugänglich gibt wie das Verteidigungsministerium in Berlin.